Mehr als 100 engagierte Menschen aus Zivilgesellschaft, Kommunalpolitik, Schule und Verwaltung haben am 15. November 2025 zur 16. Ausgabe der ‚Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratiestärkung‘ darüber diskutiert, was zivilgesellschaftliches Engagement braucht, um demokratiestärkend wirksam sein zu können. In verschiedenen Arbeitsgruppen wurde praxisnah und erfahrungsbasiert ein Maßnahmenkatalog zusammengetragen, der die wesentlichen Bedarfe für eine erfolgreiche Demokratiearbeit beschreibt.

Völlig einig waren sich die Teilnehmenden, das zivilgesellschaftliches Engagement ein unverzichtbarer Grundpfeiler einer lebendigen Demokratie ist. Es ermöglicht Teilhabe, schafft Räume für Dialog und stärkt Widerstandsfähigkeit gegenüber Polarisierung, Desinformation und rechtsextremen Ideologien. Gleichzeitig sehen sich Engagierte aber wachsenden Belastungen und Herausforderungen gegenüber: Bedrohungen und Hass, strukturelle und finanzielle Unsicherheiten, mangelnde Anerkennung, bürokratische Hürden, fehlende Ressourcen sowie ein zunehmend herausforderndes gesellschaftliches Klima. Damit zivilgesellschaftliches Engagement seine demokratiestärkende Kraft entfalten kann, braucht es vor allem verlässliche Rahmenbedingungen, sichtbare politische Unterstützung, langfristige Förderung sowie eine demokratische Infrastruktur, die auf allen Ebenen trägt – in Bildung, Verwaltung, Medien, Kommunen und im digitalen Raum.

Im Auftrag der Teilnehmenden hat das Organisationsteam der ‚Regionalkonferenz Rechtextremismus & Demokratiestärkung‘, bestehend aus dem Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg der RAA, dem Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Lübeck beim AWO Landesverband SH e.V., dem Verein Miteinander leben e.V. in Mölln, den Partnerschaften für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen, der Stadt Lauenburg mit dem Amt Lütau, des Landkreises Nordwestmecklenburg sowie dem Fachdienst Familie und Schule, Kinder- und Jugendschutz des Kreises Stormarn, das Arbeitsergebnis aus der Konferenz als Resolution formuliert. Sie ist als Forderung, als Weckruf und als Anstoß zum Dialog zu verstehen.